Ratskoalition unterstützt nachhaltiges Bauen

Die Ratskoalition von CDU, GRÜNEN und FDP hat im Umweltausschuss einen umfangreichen Beschluss gefasst, dass sowohl die städtische Bautätigkeit wie auch große Investorenbauten mehr unter den Bedingungen von Nachhaltigkeitskriterien entstehen müssen. Die Verwaltung soll hier ein Konzept aufstellen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie bei notwendigen Wohnungsbau und anderen Bauprojekten umgesetzt werden kann.

In erster Linie geht es dabei um eine umweltverträgliche Flächenausweisung und flächenressourcenschonende Inanspruchnahme sowie um die Berücksichtigung einer doppelten Innenentwicklung: Hier sollen auch Fassaden- und Dachbegrünungen sowie eine naturnahe, insektenfreundliche Grünflächengestaltung Berücksichtigung finden.

Christian Gold, umweltpolitischer Sprecher der CDU: „Die Stadt Bonn soll eine Vorbildfunktion im nachhaltigen Bauen einnehmen. Die Stadt kann nicht von privaten Bauherren verlangen, was die Stadt nicht auch selber vorlebt. Nachverdichtung darf nur maßvoll erfolgen und muss zur örtlichen Umgebung passen. Nachhaltiges Bauen erfordert die Beachtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte.“

Brigitta Poppe Reiners, umweltpolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen: „Die innerstädtische Bautätigkeit hat weitreichende Auswirkungen auf die verschiedensten Bereiche in der Stadt, wie das Lokalklima, Frischluftzufuhr, Erholungsbedürfnisse und auf die Lebens- und Wohnqualität. Daher müssen wir Abmilderungsmaßnahmen schaffen, aber gleichzeitig auch unsere grüne Infrastruktur erhalten bzw. besser vernetzen und sogar ausbauen. Wir müssen Bereich festlegen, die nicht bebaut werden dürfen.“

Prof. Dr. Wilfried Löbach, umweltpolitischer Sprecher der FDP: „Die positive Ausgangssituation, dass Bonn eine wachsende Stadt ist, stellt die Stadt vor große Herausforderungen. Die vom Stadtrat verabschiedete Nachhaltigkeitsstrategie hilft uns eine bedarfsgerechte und klimanagepasste Siedlungsentwicklung umzusetzen.“