Neuordnung der Bonner Bäderlandschaft muss auf solider finanzieller Basis und mit transparentem Zeitplan erfolgen

Die KOALITION  von CDU, Grünen und FDP begrüßt es , dass die Verwaltung nun einen Vorschlag zur Neuordnung der Bonner Bäderlandschaft als Konsequenz  von zwei Bürgerentscheiden und einem Bürgergutachten eingebracht hat, der das Angebot für das Schul-, Vereins- und Individualschwimmen in den Bonner Stadtbezirken sicherstellen soll. Wir verbinden damit die Erwartung, dass hierdurch die Bäderdiskussion gemeinsam mit der Bonner Stadtgesellschaft nunmehr konsensual abgeschlossen werden kann.

In der seit Anfang der 1990er Jahren geführten Diskussion hatte die Verwaltung stets argumentiert, dass das bisherige Bäderangebot mit dem vorhandenen Bäderbudget nicht finanzierbar sei und dass die notwendige Einsparung nur durch die Schließung eines Hallenbades erreichbar sei. Daraus resultierte der Vorschlag, das Franken- und Kurfürstenbad durch den Neubau des  Wasserlandbades zu ersetzen und so den Zuschussbedarf durch die Einsparung von rd. 1 Mio Euro/Jahr deutlich zu senken.

Mit der nunmehr eingebrachten Vorlage ist eine Ausweitung der Wasserflächen in den Hallenbädern bei gleichzeitiger Sanierung aller Freibäder beabsichtigt, verbunden mit der Erwartung erheblicher wirtschaftlicher Vorteile, ohne diese  konkret zu benennen.

Für eine abschließende Entscheidung ist eine Schätzung der Investitions- und Betriebskosten und des damit zu erwartenden Zuschussbedarfs erforderlich. Wir gehen davon aus, dass diese Zahlen schnellstmöglich in nachvollziehbarer Form vorgelegt werden.

Des Weiteren gehen wir davon aus, dass die Beauftragung für Planungsleistungen (zunächst nur Grundlagenplanung und Vorplanung mit Kostenschätzung) auf der Grundlage konkreter Vorgaben für ein Nutzungs- und Funktionskonzept (Wasserflächen und Ausstattungen) für die zu planenden Hallenbäder erfolgt. Weiterhin müssen die planungsrechtlichen Festsetzungen und Anforderungen für die jeweiligen Standorte geklärt sein.

„Voraussetzung der Realisierung einer Neuordnung der Bonner Bäderlandschaft ist eine solide finanzielle Basis sowie ein transparenter Zeitplan für die Umsetzung  des gesamten Vorhabens“,  so die Koalitionsvertreter*innen.