KOALA zum Radverkehr in Bonn

Gemeinsame Stellungnahme der Koalition von CDU, GRÜNEN und FDP zum GA-Artikel „Radverkehr in Bonn“ am 14. Januar 2019

Frage GA: Was sagen Ihre Fraktionen zur Kritik Wiesners, die Politik entscheide nicht mutig genug?

Antwort KOALA: Zunächst einmal halten wir – auch nach Gesprächen mit den Dezernenten heute – fest, dass er uns diesen Vorwurf gar nicht gemacht hat. Darüber hinaus verweisen wir auf ein ganzes Bündel an umgesetzten Maßnahmen aus den letzten Jahren.

Dazu zählen die Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr, die Einrichtung von Fahrradstraßen, die Anlage von Radschutzstreifen, die Anlage von Fahrradabstellanlagen-Anlagen, die Einführung eines Fahrradmietsystems, um nur einiges zu nennen.

Wir sind uns aber darüber hinaus in der Koalition und mit der Verwaltung einig, dass wir in der Umsetzung des gesamten beschlossenen Maßnahmenpaketes Fahrradhauptstadt auch angesichts der sich verschärfenden Rahmenbedingungen deutlich schneller werden wollen.

Frage GA: Welche Verkehrsprojekte zur Verbesserung des Radverkehrs haben aus Ihrer Sicht Priorität?

Antwort KOALA: Absolute Priorität für uns haben: 

  • die Umgestaltung der Kaiserstraße mit deutlicher mehr Platz für die Fahrradfahrer*innen,
  • die Schaffung einer durchgehenden Ost-West-Verbindung durch die Bonner Innenstadt zum Rhein.
  • Die Einrichtung der fehlenden Fahrradstraßen (41 der 107 vorgeschlagenen Fahrradstraßen sind umgesetzt)
  • Die Einrichtung von 36 Mobilstationen im Stadtgebiet
  • Die Umsetzung des bestehenden Konzeptes RadPendlerrouten der Kommunen Bornheim, Alfter und Bonn
  • Der regionale Radschnellwege Bonn Niederkassel / Troisdorf und St. Augustin in Ergänzung zum Radweg parallel zum Tausendfüßler (BAB565) im Rahmen der Erneuerung des Brückenbauwerks
  • Die Umsetzung des B&R-Anlagen-Konzeptes mit Fahrradabstellanlagen an ÖPNV-Haltestellen (UN-Campus, Radstation Godesberg etc.)

Frage GA: Was halten Sie von den Plänen des ADFC, zwölf Radrouten auszubauen, um diese Strecken attraktiv zu machen?

Antwort KOALA: Wir sind ja in intensivem Kontakt mit dem ADFC auch über das von ihm vorgelegte Konzept.  Daraus resultiert ja u.a. der konkrete Beschluss, den der gemeinsame Planungs- und Verkehrsausschuss der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises bereits vorgelegt hat. (DSNr. 1813022NV3 BoRIS) 

Wir werden weiterhin Druck machen, damit die Prüfung Fahrt aufnimmt und für die PendlerInnen schnellstmöglich attraktive Wege ausgewiesen werden, die Anreize für den Umstieg aufs Fahrrad bieten.