Test erweiterter Cityring soll mit Maßgaben beendet werden!

Die CDU-Ratsfraktion hat für die Ratssitzung am 6. Februar 2020 einen Änderungsantrag zur Verkehrsführung des Cityrings eingebracht.

Danach soll der Test zum „erweiterten Cityring“ und zur Kaiserstraße wird am 31.03.2020 beendet werden. Die Veränderungen in der Kaiserstraße zur Verbesserung des Fahrradverkehrs und des ÖPNV jedoch sollen beibehalten werden, da die Veränderungen in der Kaiserstraße zu der gewollten Verbesserung für die Fahrradfahrer und den ÖPNV geführt haben.

Das Rechtsabbiegegebot an der Einmündung Kaiserstraße / Nassestraße (Schleifenfahrt) soll zum 01.04.2020 aufgehoben werden. Das Rechtsfahrgebot an der Einmündung Nassestrasse/Kaiserstraße hat zu Problemen im Verkehrsablauf in der als Fahrradstraße ausgewiesenen und stark vom Fußgängerverkehr geprägten Nassestraße geführt und stellt höhere Gefährdungen für die Schulkinder der umliegenden Schulen dar. Die Schleifenführung ruft bis heute nachvollziehbar erhebliche Beschwerden der Bürger*innen und verschiedener Institutionen, wie zum Beispiel des Studierendenwerkes hervor und ist verkehrspolitisch abzulehnen.

Der Cityring soll zum 01.04.2020 wieder wie vor dem Test hergestellt, das bedeutet, dass

  • der Cityring verläuft über Rathausgasse, Straße am Hof, Wesselstraße, Maximilianstraße am Hauptbahnhof vorbei.
  • die Fritz-Tillmann-Straße wird im Abschnitt zwischen Kaiserstraße und Lennéstraße wieder in beiden Richtungen befahrbar.
  • die Sperrung der Stockenstraße zwischen Stockentor und Rathausgasse wird aufgehoben, die Einbahnstraße umgedreht.
  • das Rechtsabbiegen vom Belderberg in die Franziskanerstraße wird wieder möglich, die Einbahnstraßenregelung umgedreht.

Zudem wollen wir die Verwaltung beauftragen zu prüfen, ob und wie die Rathausgasse, die Straße Am Hof und die Wesselstraße sowie die Stockenstraße vom Stockentor bis zur Rathausgasse und die Straße Am Neutor zwischen Martinsplatz und Kaiserplatz durch geeignete Maßnahmen zu verkehrsberuhigten Geschäftsbereichen entwickelt werden können, die gleichberechtigt von Fußgängern, Radfahrern, ÖPNV und MIV genutzt werden dürfen. Entsprechende Vorschläge sollen dem Rates am 18.06.2020 in der letzten Sitzung vor den Sommerferien vorgelegt werden.

Ziel ist es, die Erreichbarkeit der Innenstadt vom ZOB und vom Universitätshauptgebäude für den Fußgänger- und den Radverkehr sowie die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Beispiele aus anderen Städten zeigen, dass Geschäftsstraßen, die Hauptverkehrsstraßen sind, durch geeignete städtebauliche Maßnahmen und Geschwindigkeitsabsenkungen in sog. verkehrsberuhigte Geschäftsbereiche umgebaut werden können. Dies ist auch möglich, wenn die Straße vom ÖPNV befahren wird und bei großen Kfz-Stärken. Der verkehrsberuhigte Geschäftsbereich sollte nach Süden durch Einbeziehung der Straßen Stockentor und Am Neutor, die jetzt schon ein hohes Maß an Fußgängerverkehr aufweisen, erweitert werden.

Darüberhinaus soll die Verwaltung auch im Gespräch mit der Universität prüfen, inwieweit nach Abschluss der jetzigen Baustelle auf dem Regina-Pacis-Weg neben dem Fußgängerweg ein Fahrradweg ausgebaut werden kann, der vom Kaiserplatz bis zum Rhein führt. Durch einen Radweg auf dem Regina-Pacis-Weg kann eine West-Ost Verbindung vom Kaiserplatz bis zum Rhein geschaffen werden, die von anderen Verkehrsmitteln wie Kfz und ÖPNV ungestörten und ungefährdeten Radverkehr zulässt.