Digitale Ausstattung an Schulen wird verbessert

Steins, Lamodke und Müller-Rech: Bildungschancen dürfen nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.

Die Jamaika-Koalition im Stadtrat hat heute per Dringlichkeitsentscheidung den Weg frei gemacht für 8.000 Tablets für Bonner Schülerinnen und Schüler. Damit bringt die Stadt Bonn vorab über 4,6 Mio. EUR für digitale Bildung auf den Weg, die durch Fördermittel von Bund und Land aus der Zusatzvereinbarung zum DigitalPakt Schule und aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020“ an die Stadt Bonn fließen sollen.

Dazu erklärt der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Christian Steins:
„An den Schulen haben Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler mit kreativen Lösungen dazu beigetragen, dass Lernen auf Distanz während der corona-bedingten Schulschließungen überhaupt funktionieren konnte. Dafür danken wir allen Akteuren. Wir wissen, dass die Situation überaus herausfordernd war. Die Förderprogramme in Land und Bund unterstützen unsere Schulen hier in Bonn maßgeblich beim Lernen auf Distanz. Umso wichtiger ist, dass wir dafür sorgen, dass die Endgeräte nun schnellstmöglich bei den Bonner Schülerinnen und Schülern ankommen.“

Anja Lamodke, schulpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, ergänzt:
„Die Stadt Bonn zeigt mit dieser Dringlichkeitsentscheidung, dass wir keine Zeit zu verlieren haben. Die Corona-Krise hat uns den Nachholbedarf in der digitalen Infrastruktur noch einmal eindringlich vor Augen geführt. Die Vorlage der Verwaltung kam dennoch für die Ratsfraktionen überraschend – was insbesondere mit Blick auf die Summe, um die es geht, eine Herausforderung war. Die Schulpolitiker*innen der Ratskoalition haben trotz der Kurzfristigkeit eine ausreichende Beratung sicherstellen können. Auch in Wahlkampfzeiten arbeiten wir in der Jamaika-Koalition sachlich und zielgerichtet zusammen, insbesondere, wenn es um die Belange unserer Schüler*innen geht. Wir unterstützen das Vorhaben der Stadt einstimmig.“

Franziska Müller-Rech MdL, schulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion fasst zusammen: „Es ist sehr gut, dass wir in Bonn so schnell handeln. Unsere Priorität liegt dabei darauf, die Chancengerechtigkeit in der Bildung zu erhöhen. 8.000 Bonner Schülerinnen und Schüler, die sich kein digitales Endgerät leisten können, statten wir noch vor Beginn der Herbstferien mit Leihgeräten aus. Das ist ein großer Schritt dazu, die Teilhabe an digitaler Bildung von der sozialen Herkunft zu entkoppeln und ist uns Koalitionären allen ein wichtiges
Herzensanliegen. Der Bildungserfolg unserer Schülerinnen und Schüler darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.“

In den kommenden Wochen und Monaten werden nun Politik und Verwaltung miteinander weitere Rahmenbedingungen zu klären haben, die sich rund um die Organisation des Supports, Wartung der Geräte, Fortbildungen für Lehrkräfte und weiteres schulisches Personal und vieles weiteres drehen. Aber der heutige große Schritt setzt schon mal wichtige Rahmenbedingungen für Bildungsgerechtigkeit und hervorragende digitale Bildung an unseren Bonner Schulen.