CDU und FDP fordern die Wiederöffnung der Durchfahrten zum Hauptbahnhof

Nachdem die Testphase zum Cityrings nun abgeschlossen ist, fordern CDU und FDP, dass die Durchfahrten von der Kaiserstraße und der Rathausgasse zum Bahnhof wieder geöffnet werden. Wir brauchen ein durchlässiges, leistungsfähiges Verkehrsnetz in der Bonner Innenstadt. Daher haben wir für die Ratssitzung  am 18.6.2020 einen entsprechenden Antrag gestellt, berichtet der CDU Sprecher für Planung, Verkehr und Denkmalschutz Bert Moll (Bild).

Die Verwaltung wird beauftragt, die Verkehrsführung so zu ändern, dass der Cityring über Rathausgasse, Straße am Hof über die Wesselstraße und Maximilianstraße für den MIV wieder geöffnet wird, so dass er am Hauptbahnhof vorbeifahren kann. In der Maximilianstraße soll die Einbahnstraße vom Kaiserplatz bis zur Wesselstraße wieder gedreht werden, so dass die Durchfahrt von der Kaiserstraße bis zum Hauptbahnhof vorbei wieder möglich ist.

Die Abbindung der Zufahrten für Pkw´s aus der Rathausgasse über die Wesselstraße und Maximilianstraße zum Hauptbahnhof, wie der Rates es Anfang des Jahres beschlossen hatte, wird ansonsten erhebliche zusätzliche Verkehrsströme in der Innenstadt erzeugen, weil die Pkw nicht mehr den direkten Weg Richtung Hauptbahnhof nehmen können. Dies gilt nicht nur für Fahrzeuge, die von der Adenauerallee kommen, sondern auch aus der Marktplatzgarage ausfahren und nicht den direkten Weg zur Nordunterführung nehmen können.

Eine ähnliche Problematik stellt sich für den Verkehr der von Süden kommend wegen eines Verkehrsstaus oder einer Sperrung nicht über die Adenauerallee Richtung Koblenzer Tor zum Bertha von Suttner Platz gelangen kann, um von dort Richtung Rabinstraße zu fahren. Diesem ist durch die dauerhafte Sperrung der Durchfahrt aus der Kaiserstraße in die Maximilianstraße zum Hauptbahnhof eine wichtige Entlastungstrecke genommen. Die Öffnung dieser Durchfahrten setzt eine neue Beschlusslage zur Fahrtrichtung in der Maximilianstraße voraus und würde auch das Verkehrschaos am Kaiserplatz auflösen, wo Fahrzeuge oft nicht wissen, wie sie in Richtung Hauptbahnhof und in den Bonner Westen gelangen sollen. Mit der Wiederöffnung dieser beiden Fahrtrichtungen werden unnötige Emissionen vermieden und eine bessere Verteilung der Verkehrsströme in der Bonner Innenstadt erreicht, begründen die Stadtverordneten Bert Moll, Henriette Reinsberg und Frank Thomas ihren Antrag.

Als Ergebnis der Testphase bleibt allerdings das positive Ergebnis, dass der Ausbau der Fahrradinfrastruktur in der Kaiserstraße und auch der Schutzstreifen in der Rathausgasse den Fahrradverkehr in der Bonner Innenstadt durchlässiger und besser machen wird. Deshalb schließen sich beide Fraktionen auch der Vorlage der Verwaltung zur Beibehaltung des Schutzstreifens im Straßenzug Rathausgasse/am Hof an, was so bereits im Ausschuss für Planung und Verkehr mehrheitlich beschlossen worden war.