CDU Hardtberg lehnt versuchsweise Einrichtung von Sonderspuren auf dem Hermann-Wandersleb-Ring ab

Die versuchsweise Einrichtung von Sonderspuren auf dem Hermann-Wandersleb-Ring für Busse und Fahrräder wird von der CDU Bezirksfraktion Hardtberg abgelehnt, berichten der CDU Planungssprecher und Ratsherr Bert Moll (Bild) und der Vorsitzende der CDU Bezirksfraktion Wolfgang Esser.

Aus Sicht der CDU Bezirksfraktion  würde dieser Versuch mit 190 Tausend Euro für neue Markierungen viel Geld kosten für die kritische Erkenntnis, dass sich durch die Reduzierung der Fahrspuren für die PKW auf Kosten der Umwelt und erheblicher Behinderungen für die Bürgerinnen und Bürger ständig ein Stau auf dieser wichtigen Verbindungsstrecke in den Bonner Westen bilden würde.

Der geplante Testversuch ist für uns verkehrspolitisches Stückwerk und kein nachhaltiger Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz, bekräftigt CDU Planungssprecher Moll. Deshalb hatte die Bezirksfraktion für die Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg am 3. Dezember 2019 einen entsprechenden Antrag gestellt, diesen Versuch zu unterlassen.  Der Antrag wurde mit Mehrheit so beschlossen.

Nach Feststellung der Stadtverwaltung in ihrer Vorlage für den Planungsausschuss könnte die Ausweisung von Sonderspuren ohnehin nur teilweise auf der Strecke bis zum Verteilerkreis in Endenich erfolgen. Vom Verteilerkreis bis zur Viktoriabrücke rät die Verwaltung ohnehin von einem Test ab, da der Straßenraum dort keine Sonderspuren ermöglichen würde. Die erst vor kurzem erfolgte Fahrbahnerneuerung auf dem Hermann-Wandersleb-Ring und der Provinzialstraße hat den Bezirkspolitikern gezeigt, welche Verkehrsprobleme auch nur durch eine zeitweise Sperrung von Fahrspuren entstehen.

Statt hier einen stückweisen Testversuch auf dem Herman-Wandersleb-Ring zu vollziehen, wäre es zielführender im Rahmen der Planungen der Westbahn, den Verkehrsraum auf der Endenicher Straße,  dem Hermann-Wanderleb-Ring und der Provinzialstraße neu zu strukturieren und neben den beiden Fahrspuren stadtein- und stadtauswärts eine weitere Spur für den Schienen- und Busverkehr nach Prüfung vorzusehen. Dafür könnte der derzeitige Mittelstreifen entfallen. Die durchgehende Fahrspur für die geplante Westbahn ist angesichts des Ausbaus des Behördenstandortes an der Rochusstraße dringend erforderlich und Maßstab für den weiteren Ausbau des Hermann-Wandersleb Rings. Der Fahrradverkehr sollte nicht zuletzt zur Sicherheit der Fahrradfahrer/innen durch die Seitenstraßen von Endenich und nicht auf der Hauptverkehrsstrecke geführt werden. Die dazu erforderliche Planung ist für die Sitzung des Planungsausschusses am 27. November bereits beantragt, so Moll.