Ausgleichsflächenkataster zum Naturerhalt

©Bundesstadt Bonn

Die Stadt Bonn ist um ein wichtiges Flächenkataster reicher: das sogenannte Ausgleichs- oder Kompensationsflächenkataster ist den Mitgliedern des Umweltausschusses vergangene Woche vorgestellt worden. Das Kataster ist ein Verzeichnis, in welches Informationen zu Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen bei vorgenommenen Eingriffen in die Natur kartografisch und mit Textteil hinterlegt sind.

Christian Gold (Bild rechts), umweltpolitischer Sprecher der CDU: „Zukünftig kann nun jeder nachvollziehen, wo und ob Ausgleichmaßnahmen erfolgt sind und welche noch in Bearbeitung sind. Dies ist ein wichtiger Schritt um für Politik und die Bürgerinnen und Bürger Transparenz zu schaffen. Mit den vorgestellten Möglichkeiten und der Detailtiefe ist Bonn sicherlich Vorreiter in dieser Sache. Ich freue mich auf die Veröffentlichung des Katasters.“

Brigitta Poppe-Reiners, umweltpolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen: „Das Kataster verschafft uns einen sehr wichtigen Überblick mit welcher Fläche Eingriffe in die Natur, zum Beispiel Neubaugebiete in Landschaftsschutzgebieten, ausgeglichen wurden. Ziel des Kataster Kompensationsflächen zu schaffen und zu sichern. Es entstehen hochwertige Biotope, die mindestens 30 Jahre gepflegt und erhalten werden müssen. Langfristig soll mit diesem Vorgehen unsere Biodiversität erhalten bleiben. Die GRÜNEN setzen sich seit vielen Jahren für die Einrichtung dieses Kompensationsflächenkataster ein. Daher freue ich mich umso mehr, dass es nun endlich da ist und uns einen Überblick sowohl über die Eingriffe als auch deren Ausgleich in den Naturhaushalt verschafft.“

Prof. Wilfried Löbach erhofft sich für die FDP, dass die im Kataster hinterlegten Daten regelmäßig aktualisiert und evaluiert werden, damit die dynamischen Änderungen der Ausgleichsflächen zeitnah erfasst und bei geplanten Ausgleichsmaßnahmen einbezogen werden können.

Damit das Kompensationsflächenkataster nicht nur den aktuellen Status quo wiedergibt, hat die Jamaika-Ratskoalition einen Antrag bei der Verwaltung eingereicht, dass es weiter fortgeführt und die Flächen fortlaufend gut gepflegt werden. Vor dem Hintergrund der regen Bautätigkeit und voranschreitenden Flächenversiegelung ist eine stetige Aktualisierung unumgänglich. Bereits seit dem Jahr 2000 sind die Unteren Naturschutzbehörden nach dem LNatSchutzG-NRW dazu verpflichtet ein Kompensationsflächenkataster zu führen und auch im Internet zu veröffentlichen.