Wegweisende Stadtentwicklung

Rat beschließt wegweisende innerstädtische Veränderungen
von Henriette Reinsberg und Bert Moll, Planungsfachleute der CDU-Fraktion

Die letzte Ratssitzung vor der Sommerpause war wegweisend: Neben den Beschlüssen zu den Großprojekten Nordfeld und Viktoriakarree konnten mit der Südüberbauung und der Umgestaltung des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) die Weichen für gleich mehrere innerstädtische Großprojekte gestellt werden, mit denen ein entscheidender Beitrag zur Optimierung des Stadtbildes und die Zukunft Bonns geleistet wird. Dies ist für Bonn als wichtiger Arbeitsplatzstandort und als wachsende internationale Stadt von großer Bedeutung. Nach vielen Diskussionen und hartem Ringen um die beste Lösung wird damit Weg für eine belastbare Entwicklungsperspektive für wichtige Teile der Innenstadt frei. Bonn wir durch die Umsetzung der Projekte eine spürbare Aufwertung als lebenswerte Stadt und als Anziehungspunkt für das Umland erhalten.

Nordfeldbebauung Teil Neugestaltung Bahnhofsareal

Mit der Entscheidung, der Developer Projektentwicklung den Zuschlag für das Konzept ‚Urban Soul‘ zu geben, ist der Startschuss für die seit vielen Jahren diskutierte Nordfeldbebauung gefallen und eine wesentliche Zielsetzung des Koalitionsvertrages, das gesamte Bahnhofsareal als Tor zur Innenstadt neu zu konzipieren und aufzuwerten, erfüllt worden. Auf dem Areal des heutigen ‚Bonner Lochs‘, dem angrenzenden Parkplatz sowie auf der Fläche an der Rabinstraße werden in den nächsten Jahren drei miteinander harmonierende Baukomplexe entstehen, die einen Nutzungsmix aus Büros, Gastronomie und Einzelhandel beinhalten: Der erste, dreigeschossige, Baukörper zur Post- und Maximilianstraße wird eine Mischung aus Einzelhandel, Gastronomie, Fitness und Wohnen bieten, ergänzt wird dieser durch den zweiten Gebäudeteil an der Thomas-Mann-Straße, welcher ein Premiumhotel, ein Restaurant mit Dachterrasse sowie eine Piazza mit Ausrichtung zur Maximilianstraße, vorsieht.

Für den dritten Baukomplex an der Rabinstraße ist die Entstehung eines öffentlichen Parkhauses mit 300 Stellplätzen geplant. Im Erdgeschoss sollen gewerbliche Nutzungen, Dienstleistungen und Einzelhandel möglich gemacht, in einem weiteren Teil ein Büro- und Ärztehaus integriert werden. Die vielfältigen Nutzungsformen und das Hotel- und Gastronomieangebot werden zu einer Belebung des Quartiers rund um den Bahnhof beitragen und somit die Atmosphäre und Aufenthaltsqualität im gesamten Gebiet immens verbessern.

Die Stadtverwaltung machte Hoffnung ggf. auch noch Verbesserungen an der insbesondere von den Bürgern kritisierten Fassadengestaltung zu erreichen. Sie ist aber auch gefordert, im Baugenehmigungsverfahren auf die Einhaltung der notwendigen und in der Leistungsbeschreibung festgelegten Vorgaben hinzuwirken. Mit den Beschlussfassungen zum Gesamtareal, der Umgestaltung und Neukonzeptionierung des Zentralen Omnibusbahnhofs und der ergänzenden Südüberbauung sind Entscheidungen gefallen, die die gesamtstädtische Entwicklung in den kommenden Jahren maßgeblich beeinflussen und Bonn als Einkaufs- und lebenswerter Wohnstandort prägen werden.

Viktoriakarree – innerstädtische Aufwertung

Durch die geplante Bebauung des Areals zwischen Belderberg, Franziskaner-, Stockenstraße und Rathausgasse mit einem Nutzungsmix aus Einzelhandel, Dienstleistungen, Wohnfläche und Universität wird auch dieser innerstädtische Bereich eine enorme gesamtbildliche Aufwertung erfahren. Gemeinsam mit SPD und FDP haben wir Eckpunkte für das bevorstehende Bebauungsplanverfahren formuliert, welche neben einer maximalen Höhe des neuen Einkaufszentrums, die Möglichkeiten für die Zu- und Abfahrten aus den Tiefgaragen regelt und z.B. eine weitere Wohnnutzung im gesamten Quartier als Optimierungswunsch beinhaltet.

In der ersten Sitzung nach der Sommerpause wird dieser Antrag im Planungsausschuss und Rat behandelt, damit eine zeitnahe Vergabe möglich ist. Für die Kreuzung Belderberg mit der Rathausgasse soll ein Kreisverkehr geprüft werden. Daneben soll die Verwaltung in Absprache mit der Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus und dem Stadtmuseum neue und geeignete innerstädtische Standorte finden.