Quo Vadis Viktoriakarree

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Projektbild SIGNA

Das geplante SIGNA-Projekt schlägt in Bonn hohe Wellen und wird mit unterschiedlichsten Argumenten PRO und KONTRA begleitet. Der Bonner Stadtrat hatte am 18. Juni 2015 beschlossen, der ‚Bonn.Viktoria-Karree Immobilien GmbH & Co. KG‘, einer Tochtergesellschaft der Signa Development Deutschland GmbH, den Zuschlag für das Bauprojekt auf dem Viktoriakarree gegenüber der Universität zu erteilen. Vorangegangen waren Fachgutachten, eine jahrelange Diskussion und ein europaweites Ausschreibungsverfahren, noch offene Fragen sollten in einem parallel initiierten B-Planverfahren öffentlich diskutiert werden  – weitere Infos!

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In einer Sondersitzung des Rates am 30. November 2015 soll nun entschieden werden, ob dem vorliegenden Bürgerbegehren zum STOPP der weiteren Planungen oder aber einem Bürgerentscheid – wo alle Bonnerinnen und Bonner gehört würden – zugestimmt werden soll. Wir wollen an dieser Stelle den Versuch unternehmen, Argumente FÜR dieses wegweisende und für den Wirtschaftsstandort Bonn so wichtige Projekt darzulegen.

 

 

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Fakt 1: Es besteht im Viktoriakarree nicht die Gefahr eines Kahlschlags, denn etwa 20 Häuser bleiben dort im Privateigentum. Alle dort bestehenden Wohnungen bleiben weitgehend erhalten. Alle dort untergebrachten kleineren und größeren Läden bleiben – es sei denn, die heutigen privaten Eigentümer haben mit ihrem Eigentum andere Planungen, was allein sie zu entscheiden haben. Der Investor will diese Liegenschaften nicht erwerben.

 

Und dies ist dort geplant:

  • Einkaufszentrum mit ca. 15.000 m²
  • Unterbringung der Universitätsbibliothek mit ca. 6200 m²
  • Dabei soll die Universität mit dem Marktplatz durch eine neu zu schaffende Fußgängerzone verbunden werden
  • Verbesserung der Zugänglichkeit zum Rhein (Bischofsplatz und Alter Zoll)
  • Investitionsvolumen über 100 Mio Euro
  • Schaffung von neuen Arbeitsplätzen
  • Verbesserung und Beruhigung der innerstädtischen Verkehrssituation

 

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Fakt 2: Der Investor will im Wesentlichen die Flächen des innenliegenden Parkplatzes und des leerstehenden Viktoriabades bebauen. Zudem sollen auch die Flächen des Stadtmuseums und der Gedenkstätte genutzt werden. Als Ersatz soll es dafür eine andere angemessene Unterbringung geben.

Fakt 3: Neben einem modernen Einkaufszentrum soll dort auch eine neue moderne Bibliothek der Universität in den Obergeschossen entstehen. Die Universität wartet dringend dazu auf eine positive Entscheidung.

 

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Projektbild SIGNA

Fakt 4: Das Kunstwerk „farbige Fensterfront“ auf der Seite „Belderberg“ soll lediglich während der Bauphase vorrübergehend entfernt werden. Nach dem Bau soll es in die Fassade wieder integriert und von Innen angestrahlt und somit nach außen besser sichtbar sein. Die endgültige Fassade wird nach einem Fassadenwettbewerb festgelegt.

Fakt 5: Das Gebäude soll nach breit getragenem Willen nicht die Universität und das Alte Rathaus überragen. Das oberste Geschoss soll deutlich zurückgenommen werden.

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Fakt 6: Das Viktoriakarree bekommt eine Tiefgarage mit rund 200 Stellplätzen. Die Zufahrt hierzu könnte mit der der Marktgarage zusammen über die Rathausgasse erfolgen. Die Ausfahrt könnte über die Franziskanerstraße erfolgen. Die derzeitige Einfahrt in der Stockenstraße und die Ausfahrt am Bischofsplatz könnten dadurch entfallen. Es würde dadurch Raum für eine spürbare Ausweitung der Fußgängerzone entstehen. Eine deutlich gesteigerte Aufenthaltsqualität mit mehr ansprechender Außengastronomie würde entstehen.

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Fakt 7: Der geplante Baukörper an der Franziskanerstraße wird teilweise breiter als derzeit.  Hinter der rückwärtigen Platzeinfahrt bis zum Cafe Blau wird der Baukörper auf die historische Baukante nach vorne verändert. Diese historische Baukante befürworten wir als Fraktion.

Fakt 8: Industrie- und Handelskammer (IHK), City Marketing, der Bonner Einzelhandelsverband, die Universität und viele andere setzen aus guten Gründen auf das geplante Projekt. Bonn darf nicht weiter durch Projektstillstand und Investorenfeindlichkeit geprägt werden.

Projektbild SIGNA
Projektbild SIGNA

Die CDU-Ratsfraktion ist daher der Auffassung, dass dieses Konzept nachhaltig eine vor allem innerstädtische Attraktivitätssteigerung bringen wird.  Jeder Kritiker sollte sich unter diesen Gesichtspunkten gezielt mit dem Projekt auseinandersetzen.  Deshalb werben wir für die Durchführung eines Bürgerentscheides, indem nicht nur Gegner, sondern auch Befürworter mit ihrer Stimme Gehör finden.