Verkehrskonzept Entlastung Reuterstraße

Schon seit Jahren ist die Reuterstraße eine stark frequentierte Hauptverkehrsstraße mit einem täglichen Verkehrsaufkommen von 40 000 Fahrzeugen. Das Verkehrsaufkommen auf der Reuterstraße wird noch weiter zunehmen, weil  entlang und im Umfeld der B9 zwischen Bundeskanzlerplatz und  Bad Godesberg weitere Büroimmobilien entstehen werden. Ein zusätzlicher Verkehrsschub ist  nach Fertigstellung des  neuen Wohngebiets neben der Reuterbrücke in Kessenich zu erwarten.

Die Anlieger der Reuterstraße in Kessenich,  Poppelsdorf und der Südstadt leiden Tag und Nacht unter dem unzumutbaren Lärm und den Abgasen mit höchsten Schadstoffbelastungen. Betroffen sind aber auch die Bewohner zahlreicher Seitenstraßen in diesen und weiteren Stadtteilen: Denn viele ortskundige Autofahrer weichen im Berufsverkehr dem Stau auf der Reuterstraße, der stadteinwärts in Stoßzeiten oftmals schon auf der A 565 aus Richtung Westen einsetzt, über die Seitenstraßen aus. Das hohe Verkehrsaufkommen ist für die Anlieger dort nicht nur ein Lärm- , sondern auch ein generelles Sicherheitsproblem.  Dies gilt insbesondere für Kinder und Senioren.

Nach Auffassung der CDU – Ortsverbände Baumschulviertel/Südstadt und Poppelsdorf ist eine Reduzierung des Verkehrs auf der Reuterstraße dringend notwendig. Sie fordern daher ein tragfähiges großräumiges Verkehrskonzept.

„Es kann nicht sein, so Henriette Reinsberg (Bild), Stadtverordnete für die Südstadt und das Baumschulviertel und Vorstandsmitglied , dass der linksrheinische Verkehr aus dem Süden, der nach Friesdorf oder Bad Godesberg  will, über die A 565 , Poppelsdorf und die Reuterstraße zu seinem Ziel fährt. Vielmehr ist eine direkte Anbindung erforderlich.“ „Dies gilt auch für den rechtsrheinischen aus Süden kommenden Verkehr, der oft den Umweg über die Nordbrücke und die Reuterstraße nimmt, um nach Poppelsdorf, in die Südstadt oder nach Bonn Mitte zu gelangen“, ergänzt Christian Steins, Stadtverordneter für Poppelsdorf und OV- Vorsitzender.

Zunächst  wollen die Ortsverbände den Bundesverkehrswegeplan abwarten, der am 16. März veröffentlicht wird. Wenn der Venusbergtunnel wieder in Erwägung gezogen wird, ist diese Lösung  nach ihrer Meinung mit allen Vor- und Nachteilen ernsthaft neu zu bewerten. Stadträtin Henriette Reinsberg hält es unabhängig davon für notwendig, im  gemeinsamen Bemühen der Stadt Bonn, ihrer  Nachbargemeinden und dem Rhein-Sieg-Kreis für den Bonner Süden ein Verkehrskonzept zu erstellen, das den Autobahnnetzschluss zwischen A 3 und A 565 zum Ziel hat. Im Norden wird die geplante neue Rheinquerung Entlastung bringen. Ob es gelingt, die Reuterstraße wieder zu einer für Bürgerinnen und Bürger lärm- und abgasverträglichen Hauptverkehrsstraße zu entwickeln, hängt ganz wesentlich von einer übergreifenden Verkehrsplanung ab, die ohne Tabu mit allen Partnern neu zu überdenken und zu erarbeiten ist.

Der CDU Ortsverband Baumschulviertel/Südstadt wird das Thema bei seinem nächsten Bürgertreffen am Dienstag, dem 08. März 2016 um 20:00 Uhr in der Kupferklause des Hotels Bristol, Prinz-Albert-Straße 2, diskutieren und lädt dazu alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein.