Vereine unterstützen – Martinsfeuer ist gesichert!

Presseamt Stadt Bonn

Verwaltung liefert Finanzierungsvorschlag für die Reinigung der Feuerplätze nach Antrag auf Kostenermittlung der Ratskoalition

Nach einem Antrag der Jamaika-Koalition auf Kostenermittlung für die Reinigung der Martinsfeuerplätze durch bonnorange hat nun die Verwaltung in einer Beschlussvorlage einen Finanzierungsvorschlag vorgelegt. Die Koalition hatte mit ihrem Antrag auf die Hilferufe einiger Martinszugveranstalter reagiert, die befürchteten, die finanzielle Belastung für die Reinigung zukünftig nicht mehr stemmen zu können.

Früher übernahm bonnorange oder die „Schnelle Eingreiftruppe“ die Beseitigung der Feuerreste auf Kulanzbasis. Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung wurden die abschließenden Aufräumarbeiten den Veranstaltern übertragen. Dies bedeutet jedoch nicht nur einen organisatorischen Mehraufwand, sondern vor allem eine finanzielle Belastung, die besonders den vielen kleineren Veranstaltern zu schaffen macht. Dies könnte im schlimmsten Fall sogar die Durchführung der Martinsfeuer gefährden.

Die Verwaltung macht in einer Beschlussvorlage für die Hauptausschusssitzung am 29. Juni 2017 und die nachfolgenden Sitzungen der Bezirksvertretungen  nun einen Finanzierungsvorschlag, wie die Kosten in Höhe von 14.500€ für die Reinigung der insgesamt 56 Veranstaltungsorte  durch die Stadt für alle Veranstalter kostenfrei erfolgen können. Neben einer tollen Nachricht für alle Veranstalter auch ein klares Zeichen für die Brauchtums- und Traditionspflege!

„Wir freuen uns natürlich sehr, dass die Verwaltung und unser Oberbürgermeister eine Möglichkeit gefunden haben, wie die jährlichen Kosten für die Reinigung finanziert werden können. Kurzfristig können wir so die Martinszugveranstalter und vielen ehrenamtlichen Helfern entlasten, langfristig Brauchtumsveranstaltungen schützen und bewahren“, erklärt Ratsherr Reiner Burgunder (CDU-Fraktion, Bild).

„Brauchtumspflege wird vor allem durch das viele ehrenamtliche Engagement getragen, wir sollten die Veranstalter unterstützen und nicht die Veranstaltungen durch Auflagen oder Gebühren erschweren oder schlimmstenfalls gefährden. Wir hoffen nun, dass alle Fraktionen der Beschlussvorlage zustimmen und so die vielen Vereine und Ehrenamtliche unterstützen.“

„Der Erhalt und die Pflege von Brauchtum ist für unsere Gesellschaft von ungemeiner Bedeutung. Kinder erlernen bei Brauchtumsveranstaltungen spielerisch gesellschaftliche Werte wie Toleranz und Nächstenliebe. In der heutigen Zeit kommt aber auch noch ein hoher integrativer Faktor hinzu, an unseren Martinsveranstaltungen nehmen Eltern und Kinder verschiedener  Religionen teil“, ergänzt Brigitta Poppe, Fraktionssprecherin BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN.

„Natürlich ist es wichtig, dass die Feuerstellen nach der Veranstaltung wieder in den ursprünglichen Zustand gebracht werden. Zur Unterstützung der veranstaltenden Vereine wird die Aufgabe zukünftig die Stadt übernehmen.“, so der FDP-Sprecher für Bürgerangelegenheiten Norbert Neu. „Martinsfeuer sind genau wie Karnevalsumzüge Veranstaltungen der traditionellen Brauchtumspflege. Wenn die Aufräumarbeiten von der Stadt oder bonnorange für alle Veranstalter kostenlos erledigt werden, entspricht dieses Vorgehen der Müllbeseitigung nach Karneval.“