Umbau-Absage des Pantheons

Zur Anfrage des General-Anzeiger an die kulturpolitischen Sprecher bezüglich der Umbau-Absage des Pantheons teilen die kulturpolitischen Sprecher und Obleute – Markus Schuck, Petra Thorand (beide CDU), Bärbel Richter, Tim Achtermeyer, Dr. Roswitha Sachsse-Schadt,  Prof. Dr. Wilfried Löbach und Jürgen Repschläger – folgendes mit:

„Im Kulturausschuss informierte uns gestern die Verwaltung über den Entschluss des Pantheons, den geplanten Umbau der Veranstaltungshalle am neuen Standort Beuel nicht umzusetzen. Diesen Entschluss nehmen wir mit Blick auf die zurückliegenden Verhandlungen und vertraglichen Vereinbarungen mit den Verantwortlichen des Pantheons mit großem Befremden zur Kenntnis:

2016 hatte das Pantheon – begleitet von massivem Druck auf die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung  –  deutlich gemacht, dass ein Umzug nach Beuel nur in Verbindung mit der Realisierung eines Hallenumbaus in Betracht komme. Dieser sei für das Pantheon zwingend und dringend notwendig, da die Halle für Zwecke des Theater Bonn ausgerichtet sei, nicht aber für die Zwecke des Pantheons, und in dieser Form nicht bespielt werden könne. Daher wurden seitens der Verwaltung und der Politik trotz schwieriger Haushaltslage 1,7 Millionen Euro als Darlehen für die Umsetzung dieses Vorhabens im städtischen Haushalt bereitgestellt und ein entsprechender Vertrag mit dem Pantheon abgeschlossen.

Mit dem jetzt vorliegenden Entschluss des Pantheons ist aus unserer Sicht ein wesentlicher Bestandteil des Vertrages weggefallen, ein Umstand, der auch Auswirkungen auf die Höhe des ebenfalls im Vertrag vereinbarten Mietsatzes haben muss. Wir erwarten daher von Oberbürgermeister und Verwaltung die unverzügliche Aufnahme weiterer Verhandlungen mit dem Theater Pantheon mit dem Ziel, eine entsprechende Anpassung des bisher bestehenden Vertrages zu erreichen. Dies ist aus unserer Sicht gerade mit Blick auf die Gleichbehandlung und die schwierige finanzielle Situation anderer freier Kulturträger dringend erforderlich.

Wir gehen davon aus, dass der Kulturdezernent bis zur Ratssitzung am 30.01.2018 die aufgeworfenen Fragen abschließend beantwortet.“

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