Schließung Bahnübergang Duisdorf

Foto: DB AG

Die Deutsche Bahn AG startet einen neuen Anlauf, den Bahnübergang Weckwerke in Bonn-Duisdorf zu schließen. Dazu gibt der örtliche CDU-Stadtverordnete und Planungsobmann Bert J. Moll folgende Stellungnahme ab:

Schließung Bahnübergang Duisdorf – erneuter Versuch der Deutschen Bahn AG

Die Deutsche Bahn startet einen erneuten Versuch, den Bahnübergang Weckwerke an der Rochusstraße zwischen Bonn-Duisdorf und Alfter zu schließen. Dies wäre zum Nachteil der örtlichen Bevölkerung. Leider hat die Deutsche Bahn AG bislang offenbar nichts unternommen, um vor der beabsichtigten Antragstellung beim Eisenbahnbundesamt sich mit Alfter, Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und LB Straßen NRW über die Konsequenzen und möglichen Lösungen bei einer Schließung des Bahnübergangs Weckwerke abzustimmen.  Stattdessen schlägt die DB AG die Bürgerinnen und Bürger im Umfeld des Bahnübergangs mit einer „fertigen“ Planung für den Bahnübergang und die Unterführung vor den Kopf, verweist sie mit ihren Einwänden auf das Planfestelllungsverfahren und exekutiert eine Vereinbarung aus 2004 mit Alfter und dem Land NRW, deren Geschäftsgrundlage sich 13 Jahre nach dem kostenintensiven Umbau des Bahnübergangs durch die Bahn selber überholt hat.

Bürgernahe Kommunikation, rechtskonforme und damit widerspruchsfreie Planung mit Folgeneinschätzung sehen anders aus!

Dabei kann die DB AG bislang keine konkreten Aussagen über Zahlen insbesondere zum Schwerlastverkehr der am Bahnübergang örtlich ansässigen Firmen  machen, der voraussichtlich nach Schließung des Bahnübergang zumindest teilweise über den Alten Heerweg und die Bahnhofstraße umgleitet wird. Damit leistet die DB einen weiteren Beitrag zum erwarteten Verkehrschaos in und um Bonn in den nächsten Jahren. Da der Bahnübergang erst vor kurzem sicherheitstechnisch auch für den LKW Verkehr ertüchtigt worden ist, besteht 13 Jahr nach Abschluss der Kreuzungsvereinbarung mit Alfter und dem Land NRW kein Handlungsdruck, um bereits 2018/2019 den Rückbau des Bahnübergang und den Bau der Unterführung zu starten. Dies könnte auch nach den großen Baumaßnahmen auf der BAB 565 (Tausendfüßler etc.) geschehen. Rechtlich muss die Schließung angemessen sein und damit auch zeitlich ins Gesamtgefüge des Verkehrs in der Region passen. Dies schließt ein Verkehrskonzept für die K12 n, Alfterer Straße, Alter Heerweg und Blumenviertel sowie Bahnhofstraße, Rochusstraße/Am Burgweiher ein, was zwingend mit der Gemeinde Alfter und der Stadt Bonn entwickelt werden müsste.

Statt sich um die Pünktlichkeit der Bahnen und die Sauberkeit der Bahnhöfe zu kümmern, startet die Deusche Bahn AG einen völlig unnötigen Angriff und schert sich nicht um die Belange der örtliche Bevölkerung. Darüber kann auch nicht hinwegtäuschen, dass die Bahn eine Fußgänger- und Radunterführung bauen will, denn das ersetzt nicht den notwendigen Überweg für PKW und LKW (Foto: DB AG). Der Entwurf einer Unterführung muss im Einzelnen in der Planung noch genauer bewertet werden. Bereits jetzt ist zu erkennen, dass der Bereich für die Fahrräder hinsichtlich der Kurven optimiert werden muss. Die eckigen Kurven sind insbesondere bei Gegenverkehr unfallträchtig.

Ich werde deshalb als örtlich zuständiger Stadtverordneter für Duisdorf/Medinghoven und Planungssprecher der CDU im Rat der Stadt Bonn die Bürgerinnen und Bürger animieren, wie im ersten, gescheiterten Planfeststellungsverfahren ihre Einwände geltend zu machen und mit mir gegen die (kurzfristige) Schließung des Bahnübergangs zu kämpfen.

 

 

Leave a Reply