Einschränkungen Schienennahverkehr linksrheinische Strecke nicht hinnehmbar

Koalition: Einschränkungen des Schienenpersonennahverkehrs auf der linksrheinischen Strecke sind nicht hinnehmbar

Mehr statt weniger Bahnverkehr – Durchbindung Ahr/Bonn erhalten

Die DB AG hat die linksrheinische Bahnstrecke zwischen Hürth-Kalscheuren und Remagen für überlastet erklärt. Um nun für den Schienengüterverkehr ausreichende Kapazitäten zur Verfügung stellen zu können, will die Bahn den Schienenpersonennahverkehr der Ahrtalbahn RB 30 in den Nebenverkehrszeiten einschränken.

Dazu erklären die verkehrspolitischen Sprecher der Koalition Bert Moll (CDU – Bild), Rolf Beu (B90/DIE GRÜNEN), Frank Thomas (FDP) und Gaby Mayer (SPD):

„Die stetig wachsende Verkehrsnachfrage erfordert zusätzliche Angebote im schienengebundenen Nahverkehr und damit auch den dringenden Ausbau der Infrastruktur. Die Menschen im Rheinland, insbesondere die vielen Berufspendler, erwarten zu Recht einen vertakteten, pünktlichen und ausreichend dimensionierten Schienenpersonenverkehr, der die Orte untereinander und mit den Oberzentren an Rhein und Ruhr an allen Wochentagen und zu allen nachgefragten Zeiten zuverlässig verbindet. Schon heute ist die Grenze des Erträglichen für die NutzerInnen erreicht. Perspektivisch brauchen wir im Verdichtungsraum Köln/Bonn/Ahr mit über einer Million Einwohnern im Einzugsbereich der linken Rheinstrecke – zumindest im Bereich zwischen Köln und Bonn – 5 Züge des Regionalverkehrs pro Stunde und Richtung, durch zwei RRX- und drei RB- bzw. S-Bahnen. Die von der DB beabsichtigen Einschränkungen im Angebot sind nicht hinnehmbar.“

In einer Resolution an die Deutsche Bahn, den Bund, die Länder Nordrhein-Westfalen (NRW) und Rheinland-Pfalz (RLP), die SPNV-Aufgabenträger Nahverkehr Rheinland (NVR) und den Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) fordert die Koalition mindestens das im Fahrplanjahr 2018 angebotene Personenverkehrsangebot im Fern- und Nahverkehr auf der linken Rheinstrecke auch über 2018 hinaus dauerhaft sicherzustellen und der erklärten Überlastung des Schienenwegs durch Infrastrukturausbaumaßnahmen zu begegnen.

„Die von der DB vorgesehene weitgehende Kappung der umsteigefreien, durchgehenden RegionalBahn-Linie 30 (Ahrtalbahn), die den Kreis Ahrweiler mit der Bundesstadt verbindet, muss unbedingt verhindert werden“, so die drei Sprecher.

Leave a Reply