Reparaturzahlen Kurfürstenbad & Traglufthalle

Stadtverwaltung erläutert die Zahlen zur Mindestreparatur des Kurfürstenbades und zur Planung der Traglufthalle

Zur Kritik der Initiatoren des Bürgerbegehrens „Kurfürstenbad bleibt!“ an den Zahlen zu den Mindestreparaturkosten für das Kurfürstenbad und zur geplanten Traglufthalle sowie zu einem Treffen mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens erläutert die Verwaltung:

 Bürgerbegehren/Bürgerentscheid 

Da sowohl Oberbürgermeister Ashok Sridharan als auch Beigeordneter Martin Schumacher wegen anderer terminlicher Verpflichtungen einem Gesprächsangebot der Bürgerbegehren-Initiatoren nicht folgen können, hatte die Stadtverwaltung ihrerseits am Freitag, 20. Januar, die Vertreter des Bürgerbegehrens zu einem Gespräch bei Stadtdirektor Wolfgang Fuchs im Alten Rathaus eingeladen. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Fachbereiche gab Beigeordneter Fuchs erläuternde Hinweise zum Bürgerbegehren und möglichen Bürgerentscheid. 

Reparatur Kurfürstenbad 

Das Kurzgutachten aus dem Jahr 2016 des beauftragten Ingenieurbüros beziffert die im Kurfürstenbad zwingend notwendigen sicherheitstechnisch relevanten Maßnahmen (Mindestreparaturkosten) auf rund 900.000 Euro (inkl. 150.000 Euro Planungskosten). Diese sind vom SGB intensiv geprüft, mit zusätzlichen notwendigen Maßnahmen ergänzt und gewerkeweise mit den tatsächlich zu erwartenden Kosten berechnet worden. Das SGB hat die einzelnen Positionen den Vertretern des Bürgerbegehrens während der Akteneinsicht telefonisch ausführlich erläutert.

Die Kostengruppe „Bauwerk“ wurde von 91.000 auf 191.000 Euro erhöht, weil zur Erneuerung der Lüftungsanlage allein 1000 Quadratmeter Abhangdecke geöffnet werden müssen. Für die Abwasseranlage wurden zusätzlich 40.000 Euro angesetzt, da diese aufgrund ihres maroden Zustands erneuert werden muss. Für die Sanierung der lufttechnischen Anlagen wurden seitens des Ingenieurbüros versehentlich 325.000 Euro statt der vom Ingenieurbüro selbst ermittelten realistischeren 466.000 Euro berücksichtigt. Und schließlich hat das SGB für die automatisierte Regelungstechnik der Heizungs- und Lüftungsanlagen zusätzliche 300.000 Euro in Ansatz gebracht. Ohne diese technischen Ergänzungsmaßnahmen könnte das Kurfürstenbad nicht wieder in Betrieb genommen werden.

Durch diesen Mehraufwand erhöhen sich die Planungskosten von 150.000 auf 250.000 Euro. Insgesamt ergeben sich Kosten von 1,65 Millionen Euro. In der Beschlussvorlage für die Sitzung des Rates am 22.09.2016 sind deshalb Kosten für eine Mindestreparatur in Höhe von 1,5 bis 2 Millionen Euro angegeben worden. Die Planungs- und Bauzeit ist mit rund zwei Jahren angegeben worden.

Traglufthalle 

Die in der Vorlage benannten Kosten von 1,1 Millionen Euro für die Traglufthalle (davon 200.000 Euro Planungskosten) hatte das Städtische Gebäudemanagement (SGB) auf Grundlage von Auskünften von Traglufthallen-Herstellern ermittelt. Eine belastbare Aussage zu den Kosten war zum Zeitpunkt des Planungsbeschlusses nicht möglich. Die Verwaltung hatte in ihrer Beschlussvorlage für die Sitzung des Rates am 22. September 2016 darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um eine erste Kostenannahme handelt, die im weiteren Planungsprozess von dem zu beauftragenden Planungsbüro zu konkretisieren sein wird.

Zum Zeitpunkt der Beschlussfassung war darüber hinaus noch nicht klar, in welcher Form u.a. Nebengebäude wie z.B. Umkleiden bereitzustellen sind. Die Stadtverwaltung hatte in der Planungsvorlage daher auch darauf hingewiesen, dass die 1,1 Millionen Euro noch nicht die Herrichtung für einen Sanitär- und Umkleidetrakt beinhalten.

Die Planungsarbeiten einschließlich der Vorbereitung der Ausschreibung für den Bau einer Traglufthalle im Freibad Friesdorf haben bereits begonnen. Die Arbeiten im Freibad sollen am 1. September 2017 beginnen. Daher wird im „Friesi“ die Freibadsaison 2017 am 31. August 2017 enden. Nach Abschluss dieser Arbeiten soll die Traglufthalle im Februar 2018 in Betrieb genommen und für das Schulschwimmen bereitgestellt werden. Auf diesen Zeitplan hat sich der Verwaltungsvorstand verständigt, um die Freibadsaison 2017 im Freibad Friesdorf bis 31. August 2017 ermöglichen zu können.

Quelle: Pressemeldung der Stadt Bonn am 20.01.2017