Perspektiven Duisdorfer Stadtteil

CDU-Planungsexperte Bert Moll trägt vor

CDU Ortsverband diskutiert über Duisdorfer Perspektiven und Pläne zum Straßenausbau und Gestaltungskonzept Am Burgweiher

Es war eine besondere Mitgliederversammlung, zu der der CDU Ortsverband Duisdorf am 23. März 2016 eingeladen hatte. Nicht nur im Kreis der Mitglieder, sondern öffentlich wurde mit zahlreichen Gästen über die Entwicklung von Duisdorf und die Frage diskutiert, welche Themen und Perspektiven für das Ortszentrum in den nächsten Jahren von Bedeutung sein werden. Dabei wollen wir uns im Dialog mit den Bürgern austauschen und dann mit der Verwaltung an der Fortschreibung eines integrierten Handlungskonzeptes arbeiten, erläuterte der Vorsitzende des CDU Ortsverbandes Duisdorf, Enno Schaumburg, die Zielsetzung der Veranstaltung. Das Handlungskonzept soll das aufgreifen, was sich in Duisdorf in den vergangenen Jahren getan hat, wie die Bebauung des Brünkerhofes an der Bahnhofstraße oder die Grüne Mitte Am Bruch, und daraus Entwicklungsperspektiven für die Zukunft aufzeigen.

Dabei ist dem Umstand einer älter werdenden Bevölkerung mit ihren besonderen Bedürfnissen nach altengerechter Infrastruktur und Versorgung genauso Rechnung zu tragen, wie der Integration von Flüchtlingen. Ein wichtiger Baustein dieser integrativen Planung ist und bleibt eine gute Verkehrsinfrastruktur, die die Interessen der Bevölkerung, wie sichere Fußgängerquerungen und geeignete Strecken für den Fahrradverkehr, aufnimmt und dabei mehr ist, als nur Straßenraum, so der CDU-Ratsherr und Planungsexperte Bert Moll:

Moll_210x300„Deshalb muss weiter über die Pläne zum Straßenausbau und über das Gestaltungskonzept Am Burgweiher gesprochen werden, die leider infolge der Haushaltslage zurückgestellt worden sind. Die Planung muss nach Art und Weise im Rahmen des finanziell Machbaren neu überdacht werden müsste. Die bislang diskutierten Planungen sahen Kreisverkehre an den Kreuzungen zur Derlestraße, zur Bahnhofstraße, zur Lessenicher Straße und an der Villemombler Straße vor dem Rathaus sowie beidseitige Schutzstreifen für Fahrradfahrer vor. Die Verkehrssicherheit für Fußgänger sollte durch farblich markierte Querungsbereiche zwischen den Fahrbahnen und die Neugestaltung der Bürgersteige verbessert werden, erklärt Moll die Hintergründe der Planung, an der die Verwaltung weiterhin grundsätzlich festhalten möchte.“

Fast einhellig war die Meinung der Zuhörer, dass der aufwendige Bau der Kreisverkehre nicht weiterverfolgt werden sollte, da eine Beschleunigung des Verkehrsflusses durch sie nicht zu erwarten sei und gerade für jüngere und ältere Menschen beim Überqueren der Straße ein besonderes Gefährdungspotential hätten; lediglich durch einen Kreisverkehr am Rathaus könnte eine bessere Lenkung des Verkehr in Duisdorf erzielt werden. Diese Möglichkeit sollte daher genauso wie die mögliche Planung von Schutzstreifen für Radfahrer und Querungshilfen unter dem Gesichtspunkt der Verkehrssicherheit auf der viel befahrenen Durchgangsstraße kritisch geprüft werden. Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass die Haushaltsmittel besser in die Sanierung der Fußgängerzone und ihre bessere städtbauliche Anbindung an den Straßenraum Am Burgweiher investiert werden sollten und lediglich eine optische Verschönerung des Straßenverlaufs Am Burgweiher im Fußgängerbereich angestrebt werden sollte. Der Austausch mit den Bürgern hat uns eine gute Orientierung für die weitere politische Beratung gegeben, fand der CDU Stadtverbandsvorsitzende Bernhard Schekira, der weitere Bürgergespräche zum integrierten Handlungskonzept ankündigte.