Diskussion Fahrverbote in Bonn

Die Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen die Stadt Bonn nehmen wir sehr ernst und müssen nun zeitnah effiziente Strategien und Maßnahmen erarbeiten, um die Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastung schnellstmöglich gezielt zu senken.

Wir als CDU sind für saubere Luft in den Innenstädten, denn das erhöht die Lebensqualität und dient der Gesunderhaltung. Bei allen Maßnahmen, die vorgeschlagen werden, muss aber die Erreichbarkeit der Innenstadt für alle Bürgerinnen und Bürger zwingend im Vordergrund stehen.

Link: Artikel General Anzeiger Bonn zum Thema am 30.12.2016

Mögliche Maßnahmen dürfen keinesfalls zu Lasten bestimmter Personen- oder Berufsgruppen gehen, wie z.B. Berufstätigen, älteren Menschen oder Handwerkern, die auf eine PKW-Nutzung im Innenstadtbereich angewiesen sind. Brechen wir nun in Erwartung des drohenden Urteils Maßnahmen wie ein Fahrverbot für Diesel-PKW übers Knie, ist die gesamtstädtische Versorgungsinfrastruktur in Gefahr, ein Szenario, das es unbedingt zu vermeiden gilt. Man muss auch bedenken, dass fast der gesamte Busverkehr, Zulieferverkehr, Feuerwehr etc. mit Dieselfahrzeugen abgewickelt wird und nicht zum Erliegen kommen darf.   Durch die Nordstadt verläuft eine Autobahn, auf der diese Maßnahme wirkungslos bliebe. Eine der Hauptfeinstoffbelastungen kommt durch den Schiffsverkehr auf dem Rhein.

Aus diesem Grunde halten wir die angedachten Maßnahmen der Umweltministerin zum jetzigen Zeitpunkt auch für wenig zielführend, werden aber zu einer genauen Beurteilung den Referentenentwurf abwarten und gründlich prüfen.

Die Umweltzonen sind in der Tat umstritten, sie jedoch ohne Alternativpläne einfach „abzuschaffen“ ist überstürzt und das falsche Signal.

Link: Umweltzone in Bonn