Bürgerfreundliche Grill-Regelung

Grillen soll ab sofort erlaubt sein: Ratskoalition fordert bürgerfreundliche Überarbeitung der Bonner Straßenordnung!

Grillen soll ab sofort erlaubt sein: Ratskoalition fordert bürgerfreundliche Überarbeitung der Bonner Straßenordnung!

Passend zur bevorstehenden Sommersaison nimmt die Jamaica-Koalition ein brisantes Thema in die Hand – Grillen in Bonn: Mit ihrem Änderungsantrag reagiert sie auf einen Antrag der Linken, der die Verwaltung auffordert, die Bonner Straßenordnung zu überarbeiten und das Grillen auf öffentlichen  Flächen und am Rheinufer zu erlauben.

Fenninger_210x300„Grillen ist in Bonn bisher nicht detailliert geregelt, das Verbot des Feuermachens ohne Ausnahmen in der Straßenordnung suggeriert aber ein pauschales Verbot und steht dem Landesimmissionsgesetz, welches Grillen grundsätzlich erlaubt, solange niemand hierdurch gefährdet oder erheblich belästigt wird, entgegen“, erklärt Georg Fenninger, Geschäftsführer der CDU-Fraktion. „Wir begrüßen die Initiative der Linken, haben den ursprünglichen Antrag jedoch deutlich liberalisiert und bürgerfreundlicher ausgestaltet – Bonn soll keine Stadt der Verbotskultur werden“.

„Nicht alle Bonner verfügen über einen Garten oder Balkon, den sie im Sommer zum Grillen nutzen können. Mit unserem Änderungsantrag wollen wir zum einen den Personen helfen, die auf öffentliche Flächen angewiesen sind, zum anderen Rechtssicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger schaffen“, ergänzt Tim Achtermeyer (Grüne). „Natürlich haben wir genau auf die Einhaltung vorgegebener Werte in den relevanten Gesetzen wie dem Landesimmissionsgesetz, dem Landeswaldgesetz oder dem Landesforstgesetz geachtet, das gute Mittel zwischen Umweltschutz und einer möglichst freien Lebensgestaltung ist der Weg.“

„Grillen geht heute schon längst über die reine Lebensmittelzubereitung hinaus und gilt als Lebensgefühl mit hohem sozialem Faktor“, so Prof. Löbach (FDP-Fraktion).

„Grillen im öffentlichen Raum gehört seit den 80er Jahren zur deutschen Kultur. Das Lebensgefühl in Bonn ist auch ein Standortfaktor,  wir brauchen keine überzogenen Beschränkungen der Bürgerinnen und Bürger in Ihrer Freizeitgestaltung. Selbstverständlich ist jedoch, dass der Grillplatz sauber und rückstandslos hinterlassen werden muss.“